caronidimonio

 
 

Class libera



Man nennt sie die Formel 1 des Segelsports: Die pfeilschnellen Yachten der

Classe Libera. Um berühmte Langstreckenregatten zu gewinnen, haben sich

Eigner vor ca. 20 Jahren Neues einfallen lassen; um ihre Schiffe zu

optimieren.



Die ersten Vorreiter der Libera Classe waren die Schärenkreuzer und die

Quartas. Man gab alles für einen Sieg bei der Centomiglia, der Rund Um

oder der Bol D'Or. Das was Liberas zu schnelleren Schiffen macht als

ordinäre Serienschiffe ist einzig und allein ihr geringeres Gewicht und

ihre grössere Segelfläche. Mit der wachsenden Segelfläche wurden die

Masten immer höher und die Kiele immer tiefer. Zu lange Kielflossen haben

jedoch die Eigenschaft bei höheren Geschwindigkeiten in Schwingung zu

geraten. Daher benutzte man das Mannschaftsgewicht im Trapez um das

aufrichtende Moment zu erhöhen. Um diesen Hebelarm noch zu vergrössern,

konzipierte man an zusätzliche Ausleger bei Kielrennyachten.



Der immer grösser werdende Konkurenzdruck liess die Schiffe in alle

Richtungen wachsen, bis man sich schliesslich auf ein Reglement einigte,

dass die Gedanken der freien Konstruktionsklasse nicht zu sehr

einschränkte.



Man einigte sich schliesslich auf folgende Eckdaten: Die Längen der

Yachten wurden an die internationalen Containermasse angelehnt und auf

12.70m (Libera A), 10.70m (Libera B) und 8.70m (Libera C) festgesetzt. Die

Breite sollte zur Länge in einem Verhältnis 1:2 stehen aber nicht 7.00m

überschreiten. Das aufrichtende Moment wurde mit LüA x LüA x 0.15

(gemessen in kg) definiert. Sicherheitsvorschriften wie

Schwimmwesten-Pflicht der Trapezmannschaft und der Bau von unsinkbaren

Schiffen mussten eingehalten werden.


Was die Classe Libera so besonders macht ist die Freiheit der Konstruktion

im Rahmen des Reglements. Doch bei aller Konstruktion entscheidet

weiterhin immer noch die Mannschaft über Siege und Niederlagen im

Rennsport. Intensives Training ist daher unumgänglich und die Mühe wert,

wenn das Schiff schlussendlich mit 25 Knoten über das Wasser gleitet.

SEGeLN einmal anders

AKTUELL:







die Carondi SCHWIMMT WIEDER!